Die Techniker Krankenkasse hat eine Statistik veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass Zeitarbeitnehmer mit 20,3 Tagen im Schnitt 5,6 Tage pro Jahr länger krankgeschrieben sind als andere Beschäftigte.

Zeitarbeiter sind vor allem durch psychische Erkrankungen und Erkrankungen der Muskulatur betroffen. Letzteres kann den teilweise schweren Arbeiten zugeschrieben werden. Laut TK-Experte Albrecht Wehner seien ein Drittel der erhöhten Fehlzeit durch spezielle Belastungsanforderungen an Zeitarbeiternehmer zu erklären, welche in der Beschaffenheit eines Zeitarbeitsverhältnisses begründet ist – Arbeitsplatzunsicherheiten, Diskrepanzen zwischen Qualifikation und Tätigkeitsbereich, etc.

Der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen ist sich ob der schwierigeren Bedingungen in der Zeitarbeit bewusst und versucht dagegen vorzugehen. Mittels der Initiativen „GRAziL“ und „GEZA“ (Gesunde Zeitarbeit), sowie vieler weiterer Maßnahmen, versuche man die Zeitarbeitsbranche auf diese Umstände aufmerksam zu machen und Zeitarbeitsunternehmen entsprechend zu qualifizieren und vorzubereiten, um der höheren Belastung entgegenzuwirken.

Quellen:
Spiegel
iGZ