Frauen und Männer werden für gleiche Arbeit unterschiedlich bezahlt. Ein Umstand gegen den auch die Bundesregierung bspw. mit dem Entgelttransparenzgesetz vorgehen will. Wie stark diese Ungleichbezahlung ausgeprägt ist, geht aus jüngeren Studien hervor.

Häufig wird nur gesagt, dass Frauen schlechter bezahlt werden als Männer, das stimmt allerdings nicht immer. Während im Kreis Dingolfing-Landau Frauen tatsächlich 38% weniger verdienen als Männer, liegt das Entgelt für Frauen in Cottbus um 17% höher. Allgemein ist es jedoch so, dass Frauen wirklich schlechter verdienen als Männer. Die Größe des so genannten „Gender Pay Gap“ ist unterschiedlich je nach Branche und Verdienstklasse.

In der Metallindustrie, Medizintechnik und der Maschinenbaubranche verdienen Männer mehr. Hingegen verdienen Frauen in der Tourismus- und Freizeitindustrie oder in der öffentlichen Verwaltung liegt das Arbeitsentgelt höher für Frauen als für Männer.
Ebenso gibt es Unterschiede nach Hierarchiestufe, vor allem im Management wird dieser gravierend, denn auf den obersten Managementebenen wächst das „Gender Pay Gap“ auf 42%.

Doch nicht nur in Deutschland kommt es zu einer Ungleichbewertung der Arbeit zwischen Männern und Frauen. Wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers ermittelt hat, beläuft sich das Gender Pay Gap in den OECD-Staaten auf insgesamt 2 Billionen Dollar, die Frauen schlechter bezahlt werden.

Quellen:
Haufe
Staffing Industry Analysts