Seit vielen Jahren geht die Zahl der Auszubildenden zurück. Dieses Jahr hingegen stieg die Zahl wieder.

Dadurch, dass sich mehr Flüchtlinge um einen Auszubildenden-Platz bemühten stieg deren Anzahl leicht. Ca. 5 Prozent der neuen Azubis seien Flüchtlinge wie die Bayerische Industrie- und Handelskammer mitteilte. Bundesweit zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab. In NRW beispielsweise wurden von Handwerkern knapp 29000 Auszubildende eingestellt – rund 800 mehr als im Vorjahr. Von diesen 29000 sind über 1500 Flüchtlinge, dreimal so viele wie im Vorjahr. Dennoch bleiben viele Auszubildendenstellen in Deutschland unbesetzt. Des Weiteren ist es nicht einfach Flüchtlinge als Auszubildende in Betrieben aufzunehmen.

Wie der bayerische Handwerkspräsident beklagt, liegt dies vor allem an den hohen bürokratischen Hürden zur Beschäftigung von Flüchtlingen. In das gleiche Horn stößt auch die bayerische Industrie- und Handwerkskammer. Laut Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks: „Für die Betriebe ist es nur wichtig, dass sie Rechtssicherheit haben. Das ist bis heut nicht in allen Fällen gewährleistet.“

Quelle:
Haufe