In der derzeitigen Krise hat sich die Telearbeit in Deutschland stark verbreitet. Eine aktuelle Studie ergab, dass sich knapp die Hälfte der Beschäftigten künftig das Recht auf Arbeit im Homeoffice wünscht. Zwei von drei Führungskräften wollen zumindest die Option anbieten.

Für die Studie „Die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Home-Office“ hat die > IUBH Internationale Hochschule hierzulande 75 Geschäftsführer, 150 Mitarbeiter der mittleren Führungsebene und 325 Fachkräfte befragt, die wegen Corona im Homeoffice gearbeitet haben oder noch arbeiten. Knapp drei Viertel der Teilnehmer (72 Prozent) stimmen der Aussage zu, dass sie grundsätzlich gern von zuhause aus arbeiten und können sich vorstellen, auch in Zukunft mehr Gebrauch davon zu machen, zumindest gelegentlich. Fast jeder Zweite (46) spricht sich für ein Recht auf Homeoffice aus. Insgesamt gehen 42 Prozent davon aus, dass es nach der Krise mehr Homeoffice-Angebote geben wird als davor. Gut jeder Vierte (27 Prozent) glaubt, dass die Regelungen unverändert bleiben werden, und15 Prozent denken, dass es künftig weniger Möglichkeiten zur Fernarbeit gibt.

Mitarbeiter schätzen selbstbestimmteres Arbeiten im Homeoffice

Die Studienteilnehmer wurden auch dazu befragt, welche Vor- und Nachteile das Homeoffice aus ihrer Sicht hat. Als positiven Aspekt nannten rund zwei Drittel (68 Prozent) das selbstbestimmtere Arbeiten. 61 Prozent geben an, effizienter zu sein. 57 Prozent finden, dass sie durch Telearbeit mehr Freizeit haben, etwa durch das Entfallen des Arbeitswegs. Außerdem sagt fast jeder zweite Befragte, seit der Arbeit im Homeoffice energiegeladener zu sein. Weitere 50 Prozent fühlen sich ausgeglichener und ebenso viele geben an, weniger Geld auszugeben, unter anderem, weil Kosten für Kantinenessen wegfallen.

Größter Nachteil: Der soziale Austausch fehlt

Was die Nachteile des Homeoffice betrifft, so geben sechs von zehn der Studienteilnehmer (60 Prozent) an, dass ihnen der soziale Austausch fehlt, wenngleich der Zusammenhalt und die Kommunikation innerhalb des Teams für die meisten gleichgeblieben sind. 15 Prozent sagen, dass sie bei der Arbeit von zuhause aus weniger produktiv sind. Zehn Prozent bemängeln die Ausstattung im heimischen Büro, zum Beispiel fehlende separate Arbeitsbereiche und -möbel sowie eine mangelnde technische Ausstattung. Von diesen zehn Prozent nennt ein Drittel die Ablenkung als Hauptgrund für Unzufriedenheit.

Trotz Vorbehalten wollen Führungskräfte auch künftig Homeoffice anbieten

Für die befragten Führungskräfte bringt das Homeoffice laut Studie mehr Herausforderungen mit sich als für die Mitarbeiter. 60 Prozent erscheint die Kommunikation mit Mitarbeitern, aber auch Kunden deutlich erschwert. Gut ein Viertel der Führungskräfte (28 Prozent) hat den Eindruck, dass die Arbeit zuhause die Mitarbeiter stärker belastet. Trotzdem wollen zwei Drittel der Manager die Homeoffice-Option auch in Zukunft anbieten.

Quelle: https://www.personalwirtschaft.de/der-job-hr/arbeitswelt/artikel/homeoffice-wird-auch-nach-der-corona-krise-bestand-haben.html?utm_source=+CleverReach+GmbH+%26+Co.+KG&utm_medium=email&utm_campaign=2020-kw36-pwt-nl&utm_content=Mailing_13698957

Comments are closed.