Während der Corona-Krise ist der Stellenwert moderner Arbeitsplätze und Mobilitätskonzepte in vielen Unternehmen gestiegen. Nur die IT-Sicherheit wird als noch wichtiger bewertet. Der Weg zu New Work verläuft aber nicht immer glatt, auch meint nicht jeder dasselbe damit, wie eine aktuelle Studie zeigt.

In der letzten Juniwoche dieses Jahres hat die  Computerwoche die Studie “Smart Workplace 2020” gemeinsam mit den Partnern Dell Technologies, Jabra, Telefónica und Placetel – Cisco Systems durchgeführt. Dafür wurden Online-Interviews mit 583 IT-Verantwortlichen und -Mitarbeitern von Unternehmen in der DACH-Region geführt.

Knapp drei Viertel der Befragten stimmen der Aussage zu, dass die Corona-Krise die Einstellung im Unternehmen zum Thema Homeoffice zum Positiven verändert hat. Wie in der Cloud gelten auch am Arbeitsplatz hybride Modelle aus Büropräsenz und Telearbeit als der neue Normalfall. Die Entwicklung smarter Arbeitsplätze und Mobilitätskonzepte rückte in den letzten Monaten deutlich in den Vordergrund. Auf einer Skala von eins (sehr wichtig) bis sechs (gar nicht wichtig) bewerteten die Studienteilnehmer (neue) Arbeitsplatz- und Mobilitätskonzepte mit 3,67. Lediglich die IT-Sicherheit steht mit einem Wert von 3,45 noch weiter vorn. New Work, so die Studie, sei damit zurzeit die zweitwichtigste Baustelle. Die große Mehrheit der Unternehmen verfolgt eine entsprechende Strategie. Auf der Rangskala folgen die Cloud/SaaS-Lösungen (4,29), Analytics/Big Data/Smart Data (4,41), Personalentwicklung (4,58), Compliance, zum Beispiel DSGVO (4,7), Business Development (4,71) und Internet of Things (4,77). New Work sei damit zurzeit die zweitwichtigste Baustelle hinter der IT-Sicherheit, so die Studie. Die große Mehrheit verfolge dann auch eine entsprechende Strategie, zumindest in einigen Abteilungen.

Zynisch ausgedrückt, gilt also auch hier: Nicht der CEO oder der CTO, sondern Corona hat die digitale Transformation vorangetrieben, kommentieren die Studienautoren die derzeitige Entwicklung.

Zu Beginn der Krise stießen Unternehmen mit einer eher traditionell aufgestellten IT allerdings an ihre Grenzen, als sie schnell für die Mobilität ihrer Mitarbeiter sorgen mussten. Daher gewannen Verbesserungen in der IT-Infrastruktur, in den Prozessen sowie der (IT-)Sicherheit mehr Priorität. Insgesamt bewertet jedoch immerhin fast die Hälfte der befragte CEOs das Ergebnis der meist von ihnen selbst verantworteten Smart-Workplace-Initiativen mit der Schulnote eins. Dagegen teilt in den Business Units nur etwa jeder siebte Befragte diese positive Einschätzung. Viele Unternehmen berichten darüber hinaus von Lücken beim IT-Check der vorhandenen Büroarbeitsplätze und beim Abgleich mit den Anforderungen an den Future Workplace.

Stochern im Nebel über den tatsächlichen Smart Workplace der Zukunft

Abgesehen davon zeigt die aktuelle Entwicklung in Richtung New Work laut der Studie ein Dilemma auf: Es gebe keine einheitliche Meinung dazu, was der Smart Workplace mit seinen Ausprägungen wie Remote Work und flexiblen Arbeitszeiten eigentlich sei: Home oder Office, Fluch oder Segen, Eigenverantwortung oder Führung. Derzeit laufe die Findungsphase, in der die Unternehmen ihren individuellen Weg suchen, auch in Abhängigkeit vom weiteren Verlauf der Krise und möglichen weiteren Lockdowns. Momentan navigierten viele Organisationen im Nebel.

Quelle: https://www.personalwirtschaft.de/der-job-hr/arbeitswelt/artikel/unternehmen-auf-dem-weg-zum-smart-workplace-noch-in-der-findungsphase.html?utm_source=+CleverReach+GmbH+%26+Co.+KG&utm_medium=email&utm_campaign=2020-k45-pwt-nl&utm_content=Mailing_13747409

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